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Ein Highlight der Mitgliederversammlung war der Beitrag unserer jungen Kolleginnen und Kollegen. Als Dank dafür erhielten sie etwas zum Feiern im Anschluss an ihre Beauftragung im Sommer.
Ein Highlight der Mitgliederversammlung war der Beitrag unserer jungen Kolleginnen und Kollegen. Als Dank dafür erhielten sie etwas zum Feiern im Anschluss an ihre Beauftragung im Sommer.

Gemeindereferent im begeisterten „Un-Ruhestand"

Was machen GemeindereferentInnen, wenn sie in den Ruhestand gehen?

Einen interessanten Beitrag konnten die Mitglieder des Berufsverbandes auf ihrer jährlichen Mitgliederversammlung unter dem Tagesordnungspunkt „Seelsorge in der 4. Lebensphase" erfahren.

Rainer Ertl Crailsheim, Mitglied des Berufsverbandes und seit zweieinhalb Jahren im Ruhestand, erzählte mit einer ansteckenden Begeisterung:

Nach einem Jahr in Rente wollte Rainer Ertl etwas Neues ausprobieren; er besuchte ein Märchenseminar für ältere Menschen. Dieses Seminar weckte in ihm die Lust in Seniorenkreisen Märchen anzubieten. Dabei  kam er vermehrt mit Menschen zusammen, die an Demenz litten.

Experimentierfreudig wagte er, ihnen ebenfalls Märchen vorzulesen. Mit leuchtenden Augen erzählte Rainer Ertl: „Diese Menschen erinnern sich beim nächsten Treffen nicht mehr an den Inhalt, aber sie begrüßen mich immer mit den Worten, Herr Ertl, das war so schön."

Als vor eineinhalb Jahren das Projekt der Diözese „Pastoral in der 4. Lebensphase" startete, bewarb sich unter anderem auch Crailsheim. Ziel dieses Projektes ist die Teilhabe der Senioren 80+ am Gemeindeleben.  Rainer Ertl übernahm die Leitung in Crailsheim. Die Situationsanalyse, brachte zu Tage, dass  Dienste zum Reden und Spielen notwendig sind, die Menschen aus ihrer Isolation befreien, die nicht mehr eigenständig das Haus verlassen können. So entstand die Aktion „Schenken sie Menschen Zeit". Viele meldeten sich, die bereit waren zu helfen, doch es fehlten Personen, die sich helfen lassen wollten. Koordination, Schulung, Zusammenstellung der Teams und natürlich auch die Erfassung und Vermittlung der Bedürfnisse aller, die einen Besuch wünschen, erfordern Fingerspitzengefühl und eine hohe Sensibilität.

Die Erfüllung, die Rainer Ertl bei seinem Bericht ausstrahlte, zeigt, dass er mit Herzblut dabei ist und sich selbst, durch diese Arbeit im Ruhestand, beschenkt weiß.

Die Projektphase wird in 2 Jahren abgeschlossen, aber das Thema „Seelsorge in der 4. Lebensphase"  wird angesichts des demographischen Wandels weiter an Bedeutung gewinnen.

 

Auswertung der Mitgliederbefragung

Weitere Spannung in die Sitzung brachte die Auswertung der Mitgliederbefragung. Ziel der Befragung war, Interessen der Mitglieder als Schwerpunkte herauszuarbeiten und sie stärker in die Verbandsarbeit einzubinden. Das Ergebnis konnte keine klaren Prioritäten aufzeigen. Die Verantwortlichen führten das auf die unterschiedlichen Vorstellungen der Mitglieder zurück, da GemeindereferentInnen keine homogene Gruppe sind, sondern eine große Bandbreite an Kompetenzen und Interessen haben. In der anschließenden Austauschrunde wurde mit den Mitgliedern beraten, wie mit dem Ergebnis weiter verfahren werden soll und wer sich in welchem Themenbereich engagiert. Zunächst arbeitet der Vorstand daran weiter.

 

Was uns weiterbringt: Seelsorgerliche Gesprächführung

Die Einbindung von vier Gemeindeassistentinnen zum Thema Seelsorgerliche Gesprächsführung war eine gelungene Auflockerung der Sitzung. Sehr kreativ, nach dem Motto „Hier kommt die Maus!" und auf erheiternde Weise wurden die SitzungsteilnehmerInnen auf die verschiedenen Facetten der seelsorgerlichen Gesprächsführung aufmerksam gemacht.

Es hat sich wieder gelohnt die Mitgliederversammlung zu besuchen.

Barbara Kunz


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