30 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung in Bentlage teil. Erstaunlich viele neue, junge Gesichter waren diesmal dabei.
Das Thema "Laienspiritualität" berührt anscheinend die Kollegen.
Was ist "Laienspiritualität? Herr Dickmann führte die Teilnehmer an die Wurzeln dieses Begriffes.
1. Jeder ist Laie, vor aller Professionalisierung und Berufung und in dieser Laienspiritualität grundsätzlich beheimatet.
2. Laienspiritualität speist sich aus den sogenannten primordialen spirituellen Erfahrungen des Menschen.
Solche primordialen Phänomene sind zum Beispiel:
- Zeit: Menschliches Leben vollzieht sich nicht primär inn erhalb eines Kirchenjahres , sondern genealogisch-linear.
- Geburt und Tod: Die Erfahrung von Zeit. Wir leben nicht schon immer und auch nicht unbegrenzt.
- Wir leben in Beziehungen, in denen wir grundlegende Bedürfnisse wie Geborgenheit und Sicherheit erfahren
Positive Wertung von Laienspiritualität:
- steht in Kontakt mit den existentiellen Webmustern von Spiritualität.
- keine Berufung auf Expertenwissen.
- ermöglicht grundlegende Offenheit für die Dynamik des Beziehungsgeschehen zwischen Gott und Mensch.
- Laienspiritualität ist vorläufig, nicht verfügbar, lässt sich durchkreuzen, will immer neu erfunden werden, eröffnet so eine lebenslange Beziehung mit dem göttlichen Geheimnis.
- Der Laie lässt sich etwas sagen, von Gott her, immer wieder neu, er ist auf der Suche in seinen alltäglichen Vollzügen nach Spuren, die transparent werden können auf Gott hin.
Frau Jongstra ergänzte die eher philosophischen Gedanken Herrn Dickmanns durch ihre sehr bewegende und persönliche Art, Alltagserfahrungen spirituell zu deuten.
Eine Geschichte:
"Mein Sohn fragte mich eines Abends beim Zubettgehen: 'Sag mal, wo kommen die Menschen eigentlich her?'
'Aus dem Bauch, das weißt du doch.'
'Aber, wo kommt denn dann der erste Mensch her?'
'Was glaubst du?'
'Da muss jemand anderes den ersten Menschen gemacht haben!'"
Sie erzählte uns diese Geschichte, um zu erklären, wie Menschen aus sich selber heraus Durchbrüche in eine andere Dimension des Lebens schaffen und aus sich selber heraus Zugänge zu Gott finden.
Diese Erfahrungen gilt es lebendig zu halten und miteinander ins Spiel zu bringen, ist eine der Quintessenzen dieses Tages.
Das Thema ist nicht abgearbeitet.
Die Teilnehmer jedenfalls fuhren bereichert und angefüllt mit Gedanken nach Hause.